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RUN3 Maximum
Das RUN3 Maximum-Paket besteht aus rund 75 News pro Jahr. Sie haben mehr Updates auf Ihrer Page und erhalten zudem alle Marathon- und Halbmarathon-Entscheidungen bei den großen Meisterschaften sowie interessante Hintergrundberichte.
- Neuigkeiten aus dem Laufsport
- Ankündigungen und Berichte - die wichtigsten nationalen und internationalen Straßen- und Marathonläufe (z.B. Marathonrennen in New York, Boston, London, Hamburg, Berlin oder auch Halbmarathon, 10-km- und Silvesterläufe)
- Berichterstattung von Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften
- Hintergrundstories aus dem Laufsport
- Portraits
- teilweise mit Fotos
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Catherine Ndereba schafft als erste Frau vierten Sieg. Beim 109. BAA Boston-Marathon überrascht der Äthiopier Hailu Negussie die Kenianer
Eine historische Leistung bei den Frauen und eine Überraschung bei den Männern gab es beim 109. BAA Boston-Marathon, der am traditionellen Montags-Termin in Hopkinton gestartet wurde und im Zentrum von Boston endete. Die Kenianerin Catherine Ndereba gewann als erste Frau zum vierten Mal den Boston-Marathon. Die Marathon-Olympia-Zweite lief 2:25:13 Stunden und war damit wie schon vor einem Jahr vor Elfenesh Alemu (Äthiopien/2:27:03) im Ziel. Dritte wurde Bruna Genovese (Italien) in 2:29:51. Bei den Männern stoppte Hailu Negussie die kenianische Siegserie in Boston. Dreimal in Folge hatten die Kenianer zuletzt gewonnen, und bei den letzten 14 BAA Boston-Marathons war der Sieger 13 Mal aus Kenia gekommen. Nun lief Hailu Negussie in einem relativ langsamen Rennen nach 2:11:45 Stunden als Sieger ins Ziel und wurde damit ebenso wie Catherine Ndereba mit 100.000 Dollar Siegprämie belohnt. Zweiter wurde Wilson Onsare (Kenia) in 2:12:21, Dritter war Benson Cherono (Kenia) mit 2:12:48.
20.405 Läufer hatten sich für den BAA Boston-Marathon gemeldet, 17.549 erreichten schließlich das Ziel. Den Startschuss bei den Frauen hatte die dreimalige Siegerin Uta Pippig gegeben. Uta Pippig war einst die erste, der ein Dreifach-Triumph in Folge in Boston gelang. Fatuma Roba (Äthiopien) schaffte dies ebenfalls danach. Dreimal in Folge gewann Catherine zwar nicht, aber durch die Siege von 2000 und 2001 sowie nun 2004 und 2005 ist sie die erste Vierfach-Siegerin in Boston. "Ich fühle mich großartig und danke Gott, dass ich hier Geschichte schreiben konnte", erklärte Catherine Ndereba.
Nach der Hälfte der Strecke hatte die Kenianerin noch einen deutlichen Rückstand. Elfenesh Alemu hatte sich zusammen mit der Rumänin Nuta Olaru abgesetzt. Sie hatten die Hälfte der Distanz nach 1:12:11 Stunden zurückgelegt, während Ndereba diese Marke erst nach 1:13:31 an vierter Position erreicht hatte. "Am Anfang hatte ich das Gefühl, also ob sich meine Beine schwer anfühlen. Deswegen habe ich zunächst versucht, locker zu laufen", erklärte Catherine Ndereba.
Während Alemu sich dann kurz vor der 25-km-Marke von Olaru löste, kam Catherine Ndereba langsam ins Rennen und holte auf. Sie hatte bereits 30 Sekunden gut gemacht. Am gefürchteten Heartbreak Hill holte Ndereba die Führende ein. Bald darauf löste sie sich von Alemu, die wie im vergangenen Jahr nur Zweite wurde. "Ich bin schneller geworden und habe mich dabei immer besser gefühlt", erklärte Catherine Ndereba.
Im Männerrennen führte ebenfalls ein Duo für längere Zeit. Stephen Kiogora (Kenia) und Khalid El Boumlili (Marocco) erreichten die Hälfte der Strecke nach 66:11 Minuten und hatten einen Vorsprung von 31 Sekunden auf die Verfolger. Doch wenige Kilometer später hatte sie die Spitzengruppe eingeholt. Neben Kiogora und Negussie waren vier weitere Kenianer mit dabei: Robert Cheruiyot, Wilson Onsare, Benson Cherono und Timothy Cherigat, der Vorjahressieger, der in der neuen KIMbia-Gruppe von Dieter Hogen betreut wird.
Nach der 20-Meilen-Marke forcierte Hailu Negussie plötzlich sehr stark die Pace. Nur Robert Cheruiyot konnte anfangs noch mithalten, fiel aber bald zurück. Das war die Entscheidung. "Der Boston-Marathon wird als das Marathonrennen schlechthin angesehen, deswegen bin ich stolz, hier gewonnen zu haben", erklärte Hailu Negussie später.
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Gebrselassie siegt in Amsterdam, verpasst aber Weltrekord klar
Haile Gebrselassie ist in Amsterdam zwar zu seinem ersten Marathonsieg gelaufen, hat jedoch am Ende den Weltrekord klar verpasst. 2:06:20 Stunden rannte Haile Gebrselassie in Amsterdam, was neben einem äthiopischen Rekord, einer Verbesserung seiner persönlichen Bestzeit um 15 Sekunden, einer Steigerung des Streckenrekordes um drei Sekunden auch noch eine Jahresweltbestzeit bedeutete. Haile Gebrselassie steigerte die erst vor einer Woche aufgestellte Marke von Felix Limo (Kenia), der in Chicago mit 2:07:02 Stunden gewonnen hatte, um 42 Sekunden und ist damit bisher der einzige Läufer in diesem Jahr, der die klassische Distanz in unter 2:07 Stunden absolvierte. Doch das ganz große Ziel war am Ende außer Reichweite. Der Weltrekord von Paul Tergat blieb unangetastet. Der kenianische Dauerrivale von Haile Gebrselassie war vor zwei Jahren beim Berlin-Marathon 2:04:55 Stunden gelaufen.
Mit großem Vorsprung erreichte Haile Gebrselassie das Ziel im Amsterdamer Olympiastadion. Daniel Yego belegte mit 2:08:58 Stunden Rang zwei, Dritter wurde der Äthiopier Tesfaye Tola mit 2:09:17. Auch bei den Frauen gab es in Amsterdam einen äthiopischen Erfolg. Das vergleichsweise zu den Männern deutlich schwächer besetzte Rennen gewann Kutre Dulecha in 2:30:06 Stunden vor Kristijna Loonen (Niederlande/2:34:08). 6.477 Läufer aus 55 Nationen gingen bei insgesamt guten Wetterbedingungen an den Start. Bei strahlend blauem Himmel wurde das Rennen um 11 Uhr im Olympiastadion gestartet, die Temperaturen stiegen auf 16 Grad. Nur der Wind war in Amsterdam phasenweise hinderlich für die Topläufer.
Abgeschirmt und geleitet von einer ganzen Gruppe von Tempomachern lief Haile Gebrselassie. Es entwickelte sich von Beginn an ein sehr schnelles Rennen. Nach 14:49 Minuten und 29:39 waren die 5- und 10-km-Punkte erreicht. Bedingt durch Rückenwind in der nächsten Phase wurde es dann sogar noch schneller. 15 km waren nach 44:06 Minuten gelaufen, und die Hälfte der Distanz nach 62:03. Es schien alles auf einen neuen Weltrekord hinaus zu laufen. Doch schon auf dem nächsten 5-km-Stück kamen erste Zweifel auf. Die fünf Kilometer von 20 km (58:49) zu 25 km (1:13:57) waren mit 15:08 Minuten deutlich langsamer. Hinzu kam, dass plötzlich nur noch drei Läufer an der Spitze übrig waren. Und bei 25 km ging mit Francis Kiprop (Kenia) der letzte Tempomacher aus dem Rennen - zu früh für eine Weltrekordjagd. Neben Gebrselassie lief überraschend noch Daniel Yego bis kurz vor der 30-km-Marke. Doch Tempo konnte er in dieser Phase nicht mehr machen, für ihn ging es darum, selbst mit einer guten Zeit ins Ziel zu kommen. Im Gegensatz zu Paul Tergat, der in Berlin vor zwei Jahren von seinen Trainingspartnern Titus Munji und Sammy Korir über fast die komplette Distanz geführt worden war, musste Haile Gebrselassie die letzten zwölf Kilometer alleine laufen.
Am Ende verfehlte Haile Gebrrselassie den Rekord und die damit verbundene Prämie von 250.000 Euro deutlich. "Ich bin trotzdem zufrieden mit meiner Zeit", sagte Haile Gebrselassie, der insgesamt rund 100.000 Euro verdiente, und fügte hinzu: "Die letzten fünf Kilometer waren sehr hart, ich war nicht mehr in der Lage, das Tempo zu forcieren."
Während das Männerrennen von der spannenden Weltrekordjagd lebte, war die Entscheidung um den Sieg auch bei den Frauen frühzeitig gefallen: Kutre Dulecha hatte vom Start weg die Führung übernommen. Nach 69:22 Minuten war sie die erste Hälfte gelaufen und hatte bereits über zwei Minuten Vorsprung vor Kristijna Loonen. Mit 2:30:06 Stunden stellte die 27-jährige Siegerin eine neue persönliche Bestzeit auf. "Ich bin froh über den Sieg und die Bestzeit. Die Strecke ist schnell, aber der Wind war hart", übersetzte Haile Gebrselassie später in der Pressekonferenz für seine Landsfrau.
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WM-Marathon der Frauen: Paula Radcliffe am Ziel ihrer Träume
Nach 2:20:57 Stunden war Paula Radcliffe am Ziel. Zwölf Jahre lang hatte sie davon geträumt. Zum ersten Mal in ihrer Karriere gewann die 31-jährige Engländerin nun eine Goldmedaille bei einem interkontinentalen Saison-höhepunkt. Bei der Cross- und der Halbmarathon-WM hatte sie schon mehrfach Gold gewonnen, doch immer wenn es im Sommer bei Olympia oder den Weltmeisterschaften darauf an kam, hatte die Siegerin nicht Paula Radcliffe geheißen. Zehnmal stand sie bei Olympischen Spielen oder einer WM in einem Finale, angefangen bei den Titelkämpfen in Stuttgart 1993. Nur einmal gewann sie überhaupt eine Medaille, bei der WM 1999 über 10.000 Meter.
Im Olympiastadion von Helsinki endete nun diese Serie von Misserfolgen und Tränen im elften Anlauf. Noch acht Tage zuvor war Paula Radcliffe überraschend auch das 10.000-m-Finale gelaufen. Einmal mehr hatte sie dabei einsehen müssen, dass ihre Geschwindigkeit über die Bahn-Langstrecken im Kampf gegen die Äthiopierinnen nicht mehr ausreicht, um eine Medaille zu gewinnen. Paula Radcliffe wurde Neunte, nachdem sie wie in vielen Finals zuvor lange Zeit die Führungsarbeit geleistet hatte. Doch im Gegensatz zu früher war dieses 10.000-m-Rennen für Paula Radcliffe keine echte Enttäuschung. "Ich habe dieses Finale lediglich als letztes Schnelligkeitstraining für den Marathon genutzt. Ich konzentriere mich auf das klassische Rennen", hatte Paula Radcliffe gesagt.
Angefeuert von vielen britischen Zuschauern an der Strecke bestimmte die 10.000-m-Europarekordlerin (30:01,09 Minuten) von Beginn an das Tempo im Marathon. "Ich bin froh, das war ein wichtiger Sieg für mich. Ich wusste, dass ich ein gutes Tempo hatte, das ich nur durchhalten musste bis zum Ende", erklärte Paula Radcliffe. Von Beginn an hatte sie bei angenehmen Lauftemperaturen für Tempo gesorgt und sich an die Spitze gesetzt. Die Zwischenzeiten waren für ein Meisterschaftsrennen ungewöhnlich schnell: Nach 33:23 Minuten passierte sie die 10-km-Marke, nach 1:09:49 Stunden war Paula Radcliffe am Halbmarathon. Doch erst zwischen Kilometer 25 und 30 löste sie sich entscheidend von ihren Konkurrentinnen und vergrößerte dann den Vorsprung ständig. Am Ende siegte sie mit der WM-Rekordzeit von 2:20:57 Stunden und hatte einen Vorsprung von 64 Sekunden auf die Titelverteidigerin Catherine Ndereba (Kenia). Dritte wurde in einem sehr schnellen Rennen die Rumänin Constantina Tomescu in 2:23:19.
"Es war nicht leicht, aber ich habe dieses Rennen auch ein bisschen genießen können - die Unterstützung der Zuschauer war prima. Letztes Jahr hatte ich im Vorfeld der Olympischen Spiele eine Reihe von Problemen. Dieses Mal habe ich aufgepasst, dass ich gesund und konzentriert nach Helsinki komme", erklärte Paula Radcliffe. Vor einem Jahr war sie eine Welt zusammengebrochen. Bei den Olympischen Spielen von Athen war die Marathon-Weltrekordlerin (2:15:25 Stunden) als große Favoritin an den Start gegangen. Doch bei brütender Hitze verpasste Paula Radcliffe einmal mehr ihr goldenes Ziel - statt dessen gab sie auf. Bei Kilometer 36 saß Paula Radcliffe damals weinend am Straßenrand, während die Japanerin Mizuki Noguchi zum größten Triumph ihrer Karriere rannte. Damit war das olympische Drama von Paula Radcliffe jedoch noch nicht beendet. Nur sechs Tage später stellte sie sich erneut, im 10.000-m-Finale. Auch hier gab sie auf. Doch Paula Radcliffe kämpfte sich nach diesem sportlichen Ko-Schlag zurück. Nur gut zwei Monate nach der Olympia-Pleite meldete sie sich mit einem Sieg beim New-York-Marathon zurück. Und im April gewann sie den London-Marathon in 2:17:42 Stunden. Nur sie selbst ist jemals schneller gewesen.







